StartMein HennefFünf Gauner und ein ungewöhnlicher Kühlschrank

Fünf Gauner und ein ungewöhnlicher Kühlschrank

Theatergruppe St. Remigius begeistert in Happerschoss für den guten Zweck

(ul) Eigentlich hätte der Titel „Fünf Gauner, ein ungewöhnlicher Kühlschrank und ein Hospiz“ heißen müssen, denn die Theatergruppe St. Remigius hat in diesem Jahr mit ihrer Krimikomödie in fünf restlos ausverkauften Vorstellungen im Pfarrheim nicht nur für Begeisterung bei Jung und Alt gesorgt, sondern dabei auch noch eine großartige Spendensumme für das Sibilla Hospiz zusammengetragen.

Gegründet vor fast 30 Jahren, gehört die Theatergruppe St. Remigius zur Pfarrgemeinde und hat seit 1996 mittlerweile mehr als 20 Stücke auf die Bühne gebracht. Mit Leidenschaft, Engagement und akribischer Detailarbeit bei der Wahl der Stücke, bei selbst gemachten Kostümen und eigens gestalteten Kulissen und Requisiten sind es meist Komödien, mit denen die rund 20 Hobby-Schauspielerinnen und -Schauspieler das Publikum begeistern. Dabei war die Idee von Anfang an, vor Ort ein niederschwelliges Angebot ins Leben zu rufen, mit bezahlbarem Eintritt, erklärt Martina Clauß. „Wir wollten für alle spielen“, sagt sie, da sollte ein zu hoher Eintrittspreis keine Hürde darstellen. Und so sind die Karten, wenn man denn bei den jeweils zwei Vorverkaufsterminen eine ergattert, preislich immer noch moderat, trotz gestiegener Kosten für Texte, Gema & Co.

Anfang Mai setzte das Ensemble dieses Mal eine spritzige Krimikomödie in vier Akten von Jochen Matthies um. Fünf nicht immer harmonisierende Gauner mit den unterschiedlichsten Fähig- oder Unfähigkeiten, die sich gemeinsam in ihrer WG auf Kunstdiebstähle eingeschworen haben, planen ihren nächsten großen Coup: Das Gemälde „Die Apfelernte“ soll aus einem Kunstmuseum geraubt werden. Doch wie das Leben so spielt, läuft nicht immer alles nach Plan und so macht ihnen nicht nur ihr ungewöhnlich intelligenter Kühlschrank einen Strich durch die Rechnung. Und so trafen fünf Vorstellungen – sonntags sogar traditionell mit Kaffee und Kuchen – auf ein mitfieberndes Publikum und eine großartige Resonanz. Jahr für Jahr immer dabei für einen guten Zweck spendend, ging der Erlös der Veranstaltungen dieses Mal an das im April neu eröffnete Sibilla Hospiz in Hennef-Bödingen. Und da neben der Spendensumme in Höhe von 1.500 Euro auch noch das „wertvolle“ Gemälde aus dem Theaterstück im Anschluss für 121 Euro versteigert wurde, übergaben Martina, Michael und Franzi Clauß gemeinsam mit Sonja Hebold und Ingrid Gerhards kurzerhand persönlich die Spenden im Hospiz und zeigten sich nicht nur sehr interessiert an der Entstehungsgeschichte des Sibilla Hospizes. „Ich bin total begeistert, wie hell und freundlich hier alles ist“, kam Michael Clauß ins Schwärmen. Und auch das Thema der ehrenamtlichen Mitarbeit in der Küche oder am Empfang wurde seitens des Besuches mit Dr. Willi Fuchs und Hajo Noppeney lebhaft erörtert; denn auch, wenn mittlerweile rund 60 Ehrenamtliche in den verschiedensten Bereichen das 32-köpfige Sibilla-Team unterstützen, so ist der Bedarf nach wie vor da und die Freude über Unterstützung aus der Bevölkerung groß.

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