Die Traditionssitzung der Großen Geistinger KG – Frack un Kostüm

(Nora Lemmer) Mit ihrer Traditionssitzung „Frack un Kostüm“ bewies die Große Geistinger KG einmal mehr, warum sie fest im Hennefer Karneval verankert ist. Die Sitzung verband gelebtes Brauchtum mit hochkarätigem Programm, musikalischen Höhepunkten und ausgelassener Stimmung – ganz im Sinne des rheinischen Fastelovends.

Bereits der feierliche Einmarsch der Gesellschaften setzte den Ton für den Abend. Mit dabei war das Prinzenpaar der Stadt Hennef, Prinz Uli I. und Prinzessin Renate I. aus dem Hause Steinhauer, gestellt von der KG Quer durch die Warth. Begleitet von viel Applaus zogen sie in den Saal ein und verkörperten mit spürbarer Herzlichkeit ihr Sessionsmotto: „Unser Hätz schlät für Hennef“. Beide sind tief in Auel verwurzelt, seit vielen Jahren ehrenamtlich engagiert und aus dem Hennefer Karneval nicht wegzudenken. Besonders berührend: Mit ihrem „Sticker mit Hätz“ sammelten sie Spenden für den Hennefer Kinderschutzbund und das Sibilla Hospiz – zwei Herzensprojekte des Prinzenpaares.

Ein erstes Highlight auf der Bühne war „Der Sitzungspräsident“ Volker Weininger. Mit seiner markanten Art, großer Schlagfertigkeit und kölschem Humor führte der bekannte Karnevalist aus Köln durch sein Programm und verstand es meisterhaft, Tradition und moderne Akzente miteinander zu verbinden. Sein Auftritt sorgte für viele Lacher und beste Stimmung im Saal.

Musikalisch und tänzerisch wurde den Gästen ebenfalls einiges geboten: Die Westerwaldsterne begeisterten mit einem abwechslungsreichen Showtanz, der von klassischen Elementen bis hin zu modernen Choreografien und akrobatischen Einlagen reichte. Ihre Energie und ihr Teamgeist sprangen direkt auf das Publikum über.

Für ordentlich Druck auf den Ohren – im besten Sinne – sorgte die Brassband Druckluft. Mit energiegeladener Blasmusik, Brass-Pop-Covern und eigenen Songs rissen sie den Saal mit. Ihr Sessionshit „Karnevalsmaus“ entpuppte sich als echter Ohrwurm der Session 2025/26 und machte deutlich, warum Druckluft mittlerweile zu den festen Größen des kölschen Karnevals gehört.

Mit perfekter Bauchredetechnik und schnellen Wortgefechten lieferten Klaus und Willi im Anschluss eine humoristische Büttenrede und so vergaß man schnell, dass hier eigentlich nur eine Person auf der Bühne stand. „Affenstark“ traf es in diesem Fall ganz genau.

Auch die Band BOORE brachte mit ihren bekannten Stimmungshits wie „Jeck es jeil“ und „Su oder Su“ ordentlich Bewegung in den Saal.

Ein weiterer Glanzpunkt war das Tanzkorps der KG Sr. Tollität Luftflotte 1926 e. V. Mit hoher tänzerischer Qualität, Präzision und spürbarer Leidenschaft präsentierten die Tänzerinnen und Tänzer eine Darbietung, die Tradition und Moderne eindrucksvoll vereinte – ganz im Sinne der langen Geschichte des Corps.

Den musikalischen Schlusspunkt im offiziellen Programm setzten die Klüngelköpp, die mit Hits wie „Stääne“ und „Kölsche Fiesta“ den Saal begeisterten.

Ergänzt wurde das Programm durch die Fidele Kölsche, die mit ihrem farbenprächtigen Erscheinungsbild und ihrem Sessionspotpourri einen stimmungsvollen Streifzug durch das „ahle un neue Kölle“ boten – äch kölsch, unverfälscht und mit ganz viel Hätz.

Nach dem offiziellen Teil war noch lange nicht Schluss: Bei der Aftershow-Party im Foyer mit DJ Wolle (Wolfgang Meyer) wurde weiter gefeiert, getanzt und gelacht.

Die Traditionssitzung „Frack un Kostüm“ der Großen Geistinger KG war ein Abend, der zeigte, wie lebendig Karneval sein kann, wenn Musik, Humor, Tanz und ehrenamtliches Engagement zusammenkommen. Eine Sitzung voller Herz, Qualität und echter kölscher Lebensfreude – ganz so, wie man sie sich wünscht.

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