(Nora Lemmer) Am Samstag, 31. Januar, verwandelte sich der Saal des aSk in einen Raum voll rheinischen Frohsinns. Beim karnevalistischen Nachmittag erwartete die Besucherinnen und Besucher eine Sitzung, die vor allem eines war: herzlich, humorvoll und voller Charme. Punkt 15 Uhr eröffnete Manfred Berg das Programm und setzte damit den Startschuss für einen rundum gelungenen Nachmittag.
Den Auftakt auf der Bühne machte die Tanzsportgruppe Rot-Weiss Söven, die mit viel Energie und Präzision begeisterte. Es folgten zahlreiche Vorträge, Lieder und Sketche, die eines gemeinsam hatten: Sie trafen den Nerv des Publikums. Besonders die Büttenreden überzeugten durch pointierte Gags und eine große Portion Selbstironie.
Ein echtes Highlight war der Sketch von Maria und Manfred Berg am Frühstückstisch. In seiner Reduktion auf das Wesentliche erinnerte der Aufbau stark an Loriots Klassiker "Das Ei ist hart". Gerade diese rudimentäre Inszenierung machte den Sketch so wirkungsvoll und sorgte für große Heiterkeit im Publikum. Humor ohne großes Brimborium – dafür mit perfektem Timing.
Auch das Männerballett "Die Halleluja-Dancers" war grandios. Mit fetzigen Choreografien zu moderner Musik und beliebten Klassikern der 90er-Jahre fegten sie über das Parkett. Eine kleine augenzwinkernde Striptease-Einlage sorgte dabei besonders bei den Seniorinnen und Senioren für begeisterten Applaus und viele lachende Gesichter.
Durch den Nachmittag zog sich ein ganz besonderer karnevalistischer Brauch: der traditionelle Flönz-Orden. Statt Metall und Glitzer wurde eine stilecht eingepackte Blutwurst an einer Kette überreicht – bodenständig, humorvoll und absolut passend zu dieser Sitzung.
Ein weiterer Höhepunkt war der Einzug des Prinzenpaares, begleitet von den Jeestinger Junge. Diese nahmen sich viel Zeit für ihren Heimatort und präsentierten zahlreiche traditionelle Tänze, die die Verbundenheit zur Region spürbar machten. Der Stolz auf das Brauchtum war deutlich zu sehen – und zu fühlen.
Auch abseits der Bühne stimmte das Gesamtpaket: Der Saal war gemütlich mit Sitzplätzen ausgestattet, an denen Berliner, Kaffee sowie Baguette mit Kräuterbutter bereitstanden. Dazu gab es weitere Getränke, sodass es den Gästen an nichts fehlte.
Den Abschluss bildeten Tanz und Musik, bei denen noch einmal ausgelassen gefeiert wurde. Am Ende blieb das Gefühl, einer Sitzung beigewohnt zu haben, die ohne große Effekthascherei auskam und gerade deshalb so überzeugte.
Ein karnevalistischer Nachmittag, der zeigte, wie viel Humor, Kreativität und Herzblut im aSk stecken – und der allen Beteiligten und Gästen sicher noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.




