Hennef-fh. Die 39. Kevelaer-Wallfahrt der Malteser aus dem Erzbistum Köln hat am 2. Samstag im Juni zahlreiche ältere und kranke Menschen, Menschen mit Behinderung sowie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an den Niederrhein geführt. Fast 1.000 Pilgernde und Begleitende aus dem Erzbistum Köln und weiteren Standorten kamen zusammen, um einen Tag im Zeichen von Glauben, Hoffnung, Trost und Gemeinschaft zu erleben.
Auch die Hennefer Malteser machten sich am frühen Morgen auf mit 46 Teilnehmern und 14 Helferinnen und Helfer in einem modernen Reisebus von Uschi-Reisen mit Topfahrer Stefan, dem Altenhilfebus der Stadt Hennef und dem Behindertenbus des DRK Niederkassel. Organisiert von Helmut Klein, der die Wallfahrten seit 1984 für Hennef, Sankt Augustin, Lohmar und Siegburg vorbereitet.
Auf der Hinfahrt gab es wie gewohnt Mineralwasser und belegte Brötchen und Diakon Hansjörg Kraus stimmte die Pilgerinnen und Pilger mit Singen und Beten auf die Wallfahrt ein.
Trotz der zahlreichen Baustellen auf den Autobahnen schaffte es Fahrer Stefan mit seinem Bus pünktlich zum Rathausplatz in Kevelaer, auch die beiden Begleitfahrzeuge hatten keine Probleme.
Unter dem Leitgedanken, der Wallfahrt 2026: "Raum geben" zogen die Pilgergruppen nach der Ankunft in Kevelaer in Prozession durch die Fußgängerzone zur Gnadenkapelle der "Trösterin der Betrübten". Dort begrüßte Pfarrvikar Wolfgang Rick vom Pfarrverband Geistingen Hennef Rott die Wallfahrer. Höhepunkt des Tages war das feierliche Pilgerhochamt in der Basilika St. Marien mit Dr. Udo Markus Bentz, Erzbischof von Paderborn. "Trost ist der Moment, in dem mit dem Leid Hoffnung wieder atmen kann. Maria bleibt und hält den Raum offen für Gott. Und unter ihrem Mantel darf ich mit meiner Klage, mit meiner Angst, mit meinem Schweigen, mit meiner Müdigkeit dabei sein", so die Worte von Erzbischof Bentz über die Hoffnung, welche die Trösterin der betrübten vielen Pilgernden schenkt. "Die Wallfahrt nach Kevelaer schafft Jahr für Jahr einen besonderen Raum: für Gebet und Gemeinschaft, für persönliche Sorgen und Hoffnungen, aber auch für Freude, Nähe und neue Zuversicht" sagte Magnus Freiherr von Canstein, Diözesan- und Wallfahrtsleiter der Malteser im Erzbistum Köln.
Dies wurde auch beim gemeinsamen Mittagessen – Gulasch mit Nudeln von der Ortsgliederung Euskirchen perfekt zubereitet-, dem Kreuzweg in der Kerzenkapelle und der abschließenden Pilgerandacht spürbar. Die Abschlussandacht im Forum Pax Christi gestaltete Malteser-Pfarrer Markus Polders. Hier dankte Georg Khevenhüller, ehrenamtlicher Präsident des Malteser Hilfsdienst e.V. allen Helfenden ausdrücklich. Das große ehrenamtliche Team organisierte zum Beispiel die An- und Rückreise, begleitete die Pilgernden vor Ort und sorgte dafür, dass viele Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen an der Wallfahrt teilnehmen konnten.
Nach dem eucharistischen Segen im Forum zogen die Pilgerinnen und Pilger in einer Prozession durch die Fußgängerzone von Kevelaer zurück zu den Bussen. Auf der Heimfahrt nach Hennef erhielt jeder Teilnehmer noch ein Lunchpaket. Alle trafen wohlbehalten wieder am "Malteserhaus "ein und hatten einen "frohen Tag der Begegnung und des Gebets" so Organisationsleiter Helmut Klein.
Die Vorfreude auf die nächste wallfahrt ist bei Pilgernden und Helfenden groß. Zum 40. Mal werden die Malteser aus dem Erzbistum Köln sich am 5. Juni 2027 auf den Weg nach Kevelaer machen, zu der auch der Erzbischof von Köln bereits sein Kommen zugesagt hat.
Reinhard Faßbender für Malteser Hilfsdienst e.V.
Text: fassbenderhennef, Malteser Hilfsdienst Köln
