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Hennef

Ein Rikscha-Abenteuer am Rhein

Der Verein „Radeln ohne Alter Hennef e. V.“ wurde im April 2019 gegründet, hat inzwischen mehr als 60 Mitglieder und bietet mobilitätseingeschränkten Menschen in Hennef ehrenamtlich und kostenlos Rikschaausflüge in der Natur an. Ziel ist es, Mobilität naturnah zu ermöglichen und Abwechslung in den Alltag der Menschen zu bringen.

Die Rikschaausflüge werden in der Regel mit mehreren Fahrzeugen im Team durchgeführt. Wöchentlich finden vier Ausflugsfahrten für Hennefer Senioreneinrichtungen statt. Ergänzend dazu gibt es Fahrten nach Absprache für zuhause lebende, mobilitätseingeschränkte Menschen. Soweit es spezielle Wünsche der Senioren gibt, werden diese besprochen und wenn möglich umgesetzt. Das können Abstecher zu der in der Nähe wohnenden Enkelin oder auch zu Orten der Erinnerung sein. Unterwegs wird eine Pause gemacht, in der sich Fahrer und Mitfahrer bei einer Tasse Kaffee über das Erlebte und andere Themen in gemeinsamer Runde austauschen können.

Ein besonderes Highlight ist in jedem Jahr unsere Rikscha-Tour am Rhein. Am Samstag, 13. Mai dieses Jahres, war es wieder soweit und alles war in Zusammenarbeit mit der Seniorenresidenz Curanum Hennef und der Wohnresidenz Kurhaus am Park sorgfältig geplant. Nur, in diesem Jahr war die Tour ein Erlebnis der ganz besonderen Art – aber alles der Reihe nach.

Treffpunkt war um 10.30 Uhr am Fähranleger in Niederdollendorf. Mit dabei waren zahlreiche ehrenamtliche Piloten, die entweder eine der vier Rikschas fuhren oder per Fahrrad die Tour begleiteten bzw. absicherten. Geplant war, dass eine erste Rheintour mit den Senioren des Curanums durchgeführt wurde und danach eine zweite Tour mit einer Seniorengruppe des Kurhauses. Die Senioren wurden jeweils mit einem Bus der Senioreneinrichtung gebracht und abgeholt und zwischen den beiden Touren war ein gemeinsames Kaffeetrinken geplant. Für Kuchen und Kaffee hatten dabei der Soziale Dienst der Senioreneinrichtungen gesorgt.

Nach einer Begrüßung ging um 11 Uhr die erste Gruppe auf Fahrt – begleitet vom Musiker Willy (von einem befreundeten Rikscha-Verein aus Plaidt), der mit seinem Schifferklavier die Tour musikalisch begleitete. Das Wetter war gut und mit super Stimmung ging die Karawane von Rikschas und Fahrrädern als erstes auf die nahegelegene Fähre, die uns zum anderen Rheinufer brachte. Die anderen Mitreisenden auf der Fähre wurden von der Stimmung angesteckt, machten vor den Rikschas stehend ein paar Selfies, schunkelten zu Willys Musik, sangen mit und wünschten uns eine gute Fahrt. Während der Fahrt genossen wir den Blick auf den Rhein und das Siebengebirge, während Willy fast ununterbrochen Lieder spielte. Auch entgegenkommenden Radfahrer und Fußgänger grüßten und freuten sich über die ausgelassene Stimmung. Die Tour führt dann weiter nach Norden am Rhein entlang über die Kennedybrücke und dann an der Beuler Rheinseite zurück zum Ausgangspunkt, wo wir kurz nach 13 Uhr ankamen.

Ein Blick auf die Wetter App machte uns Sorgen – Regenwolken nahten. Und dann musste es plötzlich ganz schnell gehen. Aufgrund des Regens stieg die erste Gruppe in bester Laune sofort in den bereitstehenden Bus und fuhr nach Hennef zurück. Und wir blieben im Regen zurück und grübelten über die Frage, wie es nun mit der grade vom Kurhaus per Kleinbus eintreffenden Gruppe weitergehen sollte. Eine Rikschafahrt im strömenden Regen ergab wenig Sinn. Unsere Vereinsmitglieder Ellen und Christian, die in unmittelbarer Nähe am Rhein wohnten, hatten eine Idee. Sie boten der ganzen Gruppe an, zu Ihnen nach Hause zu kommen, im Keller mit dem Picknick zu beginnen und den Regen abzuwarten. Abwarten und Kaffeetrinken sozusagen. Denn im Keller standen Stühle und eine Tischtennisplatte, die sich für das Kuchenbuffett und den mitgebrachten Kaffee gut nutzen ließ. Der Bus fuhr bis vor die Haustür, alle packten mit an und im Nu saßen alle glücklich an der Tischtennisplatte bzw. am „gedeckten Tisch“. Dieses spontane improvisierte Kaffeetrinken hat allen bestens gefallen und war ein schönes Erlebnis der ganz besonderen Art. Es wurde gewitzelt, gelacht und über die anstehende Tour gesprochen. Als klar war, dass der Regens endgültig vorbei war, wurde die Rikschatour gestartet und die Tour ein wenig angepasst, um zum geplanten Zeitpunkt wieder zurück zu sein.

Auch diese 2. Fahrt war herrlich. Das Wetter hatte sich beruhigt und bestens gelaunt genossen die Senioren die Tour. Gegen kurz nach 16.30 kamen wir am wieder in Niederdollendorf an, wo bereits der Kleinbus für die Rückfahrt nach Hennef bereitstand. Es war ein fantastischer Tag voller Aktivität und Freude sowohl für die Bewohner der Seniorenheime als auch für die Vereinsmitglieder. Einfach ein wunderbares Abenteuer. Dieses Erlebnis wird in fester Erinnerung bleiben und wir freuen uns bereits jetzt auf die Rheintour in 2024! Spendenkonto

Kontoinhaber: Radeln ohne Alter Hennef e. V.

Kreditinstitut: Kreissparkasse Köln

IBAN: DE66 3705 0299 0081 2965 74

Kontakt

Radeln ohne Alter Hennef e. V.

02242/905445

https://www.roa-hennef.de

\ninfo@roa-hennef.de

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