Spende der Alten Herren

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Spende der Alten Herren

Eierturnier des SSV Happerschoß

Die Sieger des Eierturniers haben jetzt die 200-Euro-Spende der Alten Herren des SSV Happerschoß an den Vorsitzenden des "Lebenskreis", Hans-Jürgen Krebs, übergeben. Michael Fischer, Peter Kotterba und Ralf Rohrmoser-von Glasow besuchten ihn im Trauercafé und hatten einen Umschlag mit dem Geld dabei. Das wird, so Krebs, einfließen in die Ausbildung der Trauerbegleiter des Ambulanten Hospizdienstes.

Das Turnier ist eine uralte Tradition der Alten Herren. Die Verlierer bekommen jeweils zehn Eier, daher der Name. Die Sieger entscheiden, wohin die Summe fließt. Gab es früher Geschenke, so haben die Filigranfußballer vor Jahren schon entschieden, das Geld lieber Hennefer Vereinen zu Gute kommen zu lassen. In diesem Jahr war das Votum schnell gefunden.

Bei dem Treffen informierte Krebs über die ehrenamtliche Arbeit der Sterbe- und Trauerbegleiter. Der Verein sorgt unter anderem für die intensive Ausbildung mit hohem Selbsterfahrungsanteil und die Begleitung durch Supervision und kollegiale Beratung. Erster Schritt dabei ist der Befähigungskurs zum Sterbebegleiter, an den sich eine rund zweijährige Ausbildung zum Trauerbegleiter anschließt für diejenigen, die sich weiterqualifizieren wollen. Während die erste Stufe inzwischen durch Krankenkassen finanziert werden kann, gibt es für den zweiten Qualifizierungsschritt keine Zuschüsse. Und genau dafür ist die AH-Spende gedacht.

Der 68-Jährige ist seit sechs Jahren Vorsitzender, seit neun Jahren schon eines der insgesamt etwa 250 Mitglieder. Mit der einzig bezahlten Fachkraft, der Koordinatorin, und seinem Stellvertreter sowie Vorgänger, Klaus Graeff, organisiert er die Arbeit der derzeit 72 Ehrenamtler*innen. Gemeinsam entwickeln sie im Vorstand die hohen Qualitätsstandards. Einfühlsam gab Krebs Einblicke in ihre Tätigkeit.

Ganz individuell sind sowohl Trauer- als auch Sterbebegleitung, die jeweils eigene Menschen anbieten und durchführen. Unterschiedlich sind die Prozesse bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. "Kinder trauern von Pfütze zu Pfütze", beschrieb er die emotionale Berg- und Talfahrt, die zum ganz normalen Trauerprozess dazu gehört. Doch sie würden oft einfach übersehen. Deshalb hat der "Lebenskreis" gerade hierauf besonderes Augenmerk.

Krebs beschrieb auch die Verzahnung ambulanter und stationärer Hospizarbeit. Ist die erstere ohne festen Ort, geht vielmehr zu den Sterbenden und Trauernden, machen die stationäre Hospize darüber hinaus die palliativmedizinische und pflegerische Betreuung. In Hennef setzen Lebenskreis und Sibilla-Hospiz auf Kooperation. So könnte der Verein sogenannte Letzte-Hilfe-Kurse für die Mitarbeitenden anbieten. In denen werden auch Möglichkeiten erörtert, traumatische Erlebnisse für Angehörige zu minimieren.

Übrigens, wer sich für diese Arbeit interessiert, kann sich gerne zu einem der Befähigungskurse anmelden, die regelmäßig angeboten werden. Informationen zu dem Verein gibt es unter: https://www.hospizverein-hennef.de

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