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Hennef

Von Krisenmodus, Haftbefehl & Überfluss

Adventskonzert & Kölsche Krätzje in der Wallfahrtskirche Bödingen

(ul) „Ich bin überzeugt, da wird mehr daraus“, sagte Dr. Willi Fuchs zum Abschluss des ersten Adventskonzertes zu Gunsten des Sibilla Hospizes in der Wallfahrtskirche in Hennef-Bödingen schmunzelnd, und bedankte sich bei allen Beteiligten für einen wunderbar gelungenen, kurzweiligen Abend mit vorweihnachtlichen Impressionen.

Organisiert vom Verein „Sibilla Hospiz Bödingen“ waren es die beiden Hennefer Chöre „Jeestinger Junge“ und „Querbeet“ unter der Leitung von Ralf Thomas, die solo und gemeinsam mit bekannten Klassikern wie „Halleluja“ und The sound of silence“ sowie neu interpretierten weihnachtlichen Liedern wie „Last Christmas“ und „Adore“ die zahlreichen Besucherinnen und Besucher in der voll besetzten Wallfahrtskirche begeisterten und auf Weihnachten einstimmten. Viele Liedtexte an diesem Abend bewusst op Kölsch gehalten, ging nicht nur Maria durch ene Dornenbösch, auch Zinter Klöös wed op Kölsch langsam alt. Denn neben musikalischen Beiträgen gab es bei der Premiere dieses besonderen Adventskonzertes Anfang Dezember, bei dem statt Eintritt Spenden zu Gunsten des Sibilla Hospizes gesammelt wurden, auch das eine oder andere Krätzje, das Norbert Niebiossa vorlas. Die Handlung auf Hochdeutsch, nahm der Großvater in den lustigen, informativen und mitunter auch zum Nachdenken anregenden kleinen Geschichten die Zuhörerinnen und Zuhörer ebenfalls op Kölsch mit auf die Reise auf den Melaten-Friedhof und ins Köln der 1950er-Jahre, zu Zimtschnecken, Krippenspiel und empathischer Polizeiarbeit.

Einen mehr als würdigen Rahmen für das Konzert bot dabei die altehrwürdige Wallfahrtskirche, dessen „Hausherr“ Pastor Reinhard Friedrichs gleich zur Begrüßung das erste Lied der „Jeestinger Junge“ „Nä, wat en Freud`“ aufgriff; denn eine Freude sei es, dass in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Hospiz entstünde. Bereits seit 2020 befände sich die Welt und die Gesellschaft im Krisenmodus, griff der 66-Jährige das aktuell gekürte „Wort des Jahres 2023“ auf, und dabei könne man nicht den Lauf der Welt anhalten, aber einen leuchtenden Schimmer ins Leben bringen, schlug Friedrichs den Bogen zum Sibilla Hospiz und der Palliativmedizin, die dieses für Menschen in ihrer letzten Lebensphase können. Und so freue er sich, seinen Teil zur Realsierung des Hospiz-Projektes beitragen und diese Konzertpremiere mitgestalten zu können.

Das gemeinsam gesungene Abschlusslied aller setzte dabei einen klangvollen Schlusspunkt unter das gelungene Kölsche Adventskonzert und als gemütlichen Ausklang lud der Veranstalter auf dem Kirchenvorplatz noch zu 5202-Stadtgeflüster-Glühwein, Punsch und selbst gebackenen Plätzchen ein. Gesellig war es bei winterlichen Temperaturen und alle waren sich einig: Nächstes Jahr sehr gerne wieder!

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