Großartig! „Hennef mit seinen Dörfern“

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Großartig! „Hennef mit seinen Dörfern“

Nicht selten entstehen die besten Ideen bei einer Tasse Kaffee. So auch die zur Broschüre „Hennef mit seinen Dörfern“.

Regelmäßig treffen sich die beiden „fast-82-jährigen“ Hans-Georg „Schorsch“ Jülichmanns und Norbert Maibaum mittwochs auf einen Kaffee bei Gilgens. Meistens tauscht man sich über Gott und die Welt aus und erzählt munter darüber, was in der Stadt oder beim FC Hennef so alles los ist – manchmal wird aber auch geplant. Und so schlug an einem Mittwoch im Oktober 2022 Schorsch seinem Freund Norbert vor, mal alle Hennefer Dörfer und Weiler zu besuchen und im Anschluss Bilder und Eindrücke in einer Art Bierzeitung für Freunde zu verarbeiten. Dieser brauchte nicht lange zu überlegen und so starteten die beiden gleich zu Beginn des neuen Jahres mit ihrer Rundreise.

„Unsere gemeinsamen Recherche-Touren waren immer toll“, schwärmt Maibaum. „Natürlich kamen wir vor Ort auch mit den Einheimischen ins Gespräch. Sie ließen sich von unserer Idee berichten und begeistern – wir hörten dafür gerne zu, was sie zu erzählen hatten.“

Auf ihren Exkursionen kam den beiden rüstigen Rentnern dann die Erkenntnis, dass Hennef mit seiner Landschaft, den Ausblicken von den Höhen, den schönen Wäldern, Wiesen und Tälern nicht nur eine perfekte Stadt zum Wohnen ist, sondern auch touristisch einiges zu bieten hat und es sich durchaus lohnen würde, die Ergebnisse über ihre Dorfbesuche nicht nur dem eigenen Bekanntenkreis, sondern auch der Öffentlichkeit vorzustellen. „Offiziell spricht die Stadt von 96 Dörfern – wir haben aber insgesamt über 120 Orte besucht, dort recherchiert und Infos zusammengetragen.“ Zur Dokumentation wurde jeweils ein Bild des Ortsschildes gemacht und nach und nach entstand so im wahrsten Sinne des Wortes ein kleines „Hennef-Lexikon“.

Als man sich über die Gestaltung Gedanken machte, kam ein weiterer Freund ins Spiel – Karlheinz Becker, der das entsprechende Know-How der Druckbranche mitbringt, unterstützte die beiden gerne dabei, Infos und Bilder in ein ansprechendes Format zu setzen. Zudem trug er weiteres Bildmaterial bei, dass er im Laufe der Jahre in und um Hennef aufgenommen hatte.

„Nachdem sich unsere einstige Kaffee-Idee so prächtig entwickelte, lag es nahe, sie noch um einen karitativen Ansatz zu erweitern“, so Norbert Maibaum. „Die Kinder- und Jugendstiftung lag uns beiden am Herzen – zum einen, die Projekte, die sie ausführen, zum anderen, die Akteure, die dahinterstehen.“ Es wurde entschieden, die Broschüre gegen eine Schutzgebühr abzugeben und diesen Betrag 1:1 an die KiJu weiterzugeben. Befreundete Hennefer Unternehmen unterstützten das Heft gerne mit einer Anzeige.

Die erste Druckauflage lag bei 150 Exemplaren. Durch Beiträge in Tageszeitungen stieg die Nachfrage enorm an, es wurde nachgedruckt, als dann die Lokalzeit Bonn zur besten WDR-Sendezeit über die Aktion berichtete, wurde die Druckmaschine erneut angeworfen. Bis Ende Mai wurden 600 Exemplare aufgelegt, knapp 100 wurden kostenlos an Sponsoren abgegeben. Wer nun glaubt, das Heft hätte nur im Hennefer Stadtgebiet Gefallen gefunden, täuscht sich gewaltig. Es kamen Anfragen aus dem gesamten Rhein-Sieg-Kreis und aus Bonn. Beliefert wurden aber auch zwei ehemalige Hennefer, die heute in San Francisco bzw. Südkorea leben.

Im Café Gilgen, wo seinerzeit die Idee geboren wurde, trafen sich die drei Freunde Jülichmanns, Maibaum und Becker nun mit Martina Wirtz und Kathrin Müller zur Spendenübergabe an die KiJu. Die KiJu-Vertreterinnen nahmen Ende Mai dankbar den Scheck über insgesamt 4.040 Euro entgegen. „Diese Aktion hat uns wahrlich beeindruckt und begeistert“, so Martina Wirtz. „In Gesprächen mit Herrn Maibaum habe ich immer herausgehört, wieviel Herzblut und Engagement die Herren in die Umsetzung der Broschüre gesteckt haben – da können wir gar nicht oft genug für danken.“ „Eine wahrliche Fleißarbeit von Norbert Maibaum und Schorsch Jülichmanns, aus der Karlheinz Becker im Anschluss eine tolle Broschüre gestaltet hat“, ergänzt Kathrin Müller, die dem Förderverein der KiJu vorsteht.

Rund zwei Kisten mit Broschüren lagern noch bei Norbert Maibaum. Zum Abschied versprach er, diese bis Ende Juni noch zu verteilen und sprach augenzwinkernd von einem Spenden-Nachschlag. „Wir peilen insgesamt 4.444,44 Euro für die KiJu an.“

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